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690221f44e76e51d23ff47a9_WhatsApp-Bild 28.10.2025 um 16:51:38

Wir leben für das Morgen, doch wir gehen nicht vorwärts

Wir sehen das grüne Licht, aber wir strecken die Hand nicht aus

Wir hören, wie unsere Träume nach uns rufen, und wir reagieren nicht darauf

Wir wissen um die Schönheit der Gegenwart, doch wir leben in der Vergangenheit

Wir spüren unsere Berufung, doch wir hören nicht darauf

Wir beten um einen Erlöser, obwohl die Erlösung bereits in unseren Händen liegt

Wir sehnen uns nach einem Triumph, den wir eigentlich gar nicht wollen

Wir warten auf die Weisheit, doch wir weichen ihrem Blick aus

Wir geraten in Kämpfe, die nicht geführt werden dürfen

Wir laufen vor den Kämpfen davon, in denen wir gebraucht werden

Wir wissen, welchen Preis das Schweigen hat, doch wir schweigen

Wir kennen die Wahrheit, und wir vergraben sie tief

Wir suchen nach Liebe mit verschlossenem Herzen

Wir wollen das, was wir nicht haben können

Wir fragen warum, obwohl wir die Antwort fürchten

Wir leben.

Nicht, weil wir vollkommen sind,

Aber weil wir hoffen.

Dennoch – hoffentlich noch nicht ganz perfekt.

Diese Fragen tauchen immer wieder auf und lassen nicht locker.

Wir fahren mit endlosen Zügen durch Städte voller unausgesprochener Gedanken

unter Menschen, die nie so recht eine Antwort finden.

Mit Vorwürfen? Oder mit Dankbarkeit?

Vielleicht

Das Leben lebt von der Ungewissheit.

Stell dir vor, wie langweilig das Leben wäre, wenn alles reibungslos klappen würde.

Wenn Dinge zerbrechen, ist das die Seele, die atmet.

Die Wunden sind die Stellen, an denen das Licht seinen Weg findet.

Der Film geht weiter

und du kannst eine Szene schreiben.

Vielleicht liegt die Tragik des Lebens nicht in der Unvollkommenheit,

sondern unser Streben nach Perfektion.

Das Unbekannte ist kein Abgrund, vor dem man sich fürchten muss,

sondern eine Leinwand, die darauf wartet, mit Farbe gefüllt zu werden.

Jeder Schmerz, jede Frage, jede flüchtige Freude

ein Satz im ewigen Dialog zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte.

Und in diesem Dialog leben wir:

unsicher, unvollendet,

und doch immer im Werden begriffen.

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