BEGRÜSSUNGSWORT
Liebe Eltern,
Der Mai ist der Monat der psychischen Gesundheit, und ich kann mir keinen wichtigeren Zeitpunkt vorstellen, um über die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Jugendlichen und unserer Gemeinschaft zu sprechen.
Unsere Jugendlichen nehmen alles, was um sie herum geschieht, sehr bewusst wahr. Ihre Emotionen und Gefühle reichen von Langeweile über Wut und Angst bis hin zu Trauer und Verlust und vielem mehr. Es ist wichtig zu wissen, dass das Empfinden und Zeigen dieser Emotionen in den meisten Fällen gesund ist. Wie die Psychologin Lisa Damour in ihrem jüngsten Artikel fürdie New York Times feststellt, umfasst psychische Gesundheit die Fähigkeit, Emotionen zu empfinden, die der eigenen Situation entsprechen, und mit unangenehmen Emotionen umgehen zu können.
Als Eltern ist es entscheidend, dass wir unsere Teenager in diesem Prozess unterstützen. Auf diese Weise lernen sie, entwickeln Widerstandsfähigkeit und wachsen letztendlich daran. So schwierig es auch sein mag, Teenager bei diesen Emotionen zu begleiten und zu unterstützen, ist es für ihre langfristige Entwicklung doch unerlässlich, dass sie den Freiraum und die Erlaubnis erhalten, ihre Gefühle in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Weise zuzulassen und zu verarbeiten. Eltern können Teenagern helfen, positive Bewältigungsstrategien zu entwickeln, indem sie sie dazu ermutigen, weiterhin gesunde Gewohnheiten zu entwickeln und beizubehalten: Schlaf, Bewegung, gesunde Ernährung und feste Routinen.
Vor allem aber können unsere Jugendlichen, auch wenn sie physisch von ihren Gleichaltrigen getrennt sind, dennoch Verbindungen aufbauen. Es war ermutigend zu sehen, wie die BBYO gewachsen ist und Wege gefunden hat, in diesen schwierigen Zeiten weiterhin zusammenzukommen. Die Schlüsselrolle, die Gemeinschaften wie die unsere bei der Entwicklung und Identitätsbildung von Jugendlichen spielen, bleibt auch in der virtuellen Welt von entscheidender Bedeutung. Der Zugang zu und der Aufbau von Verbindungen in der Isolation ermöglichen es unseren Jugendlichen, weiterhin an jüdischen Traditionen teilzuhaben, fördern ein Zugehörigkeitsgefühl, bieten ein sicheres und unterstützendes Umfeld und helfen ihnen, ihre eigene Identität weiterzuentwickeln.
Dieser Monat steht ganz im Zeichen der Sensibilisierung für psychische Gesundheit, der Bekämpfung von Vorurteilen gegenüber psychischen Erkrankungen, der Hinterfragung von Klischees und der Schaffung sicherer Umgebungen. Ich hoffe, dass Sie sich an diesem wichtigen Dialog beteiligen, damit wir gemeinsam dafür sorgen können, dass unsere Jugendlichen gesund, sicher und glücklich aufwachsen können.
Mit freundlichen Grüßen,
Drew Fidler
Leiter des BBYOZentrums für Jugendwohlbefinden