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Parascha Wajischlach
In der Torastelle dieser Woche, der Parascha Wajischlach, kommt es zu einem schicksalhaften Wiedersehen zwischen Jakob und seinem Bruder Esau, den er seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Nach Jahrzehnten angespannter Beziehungen zwischen den beiden möchte Jakob sich mit seinem Bruder versöhnen. Er ist gerade auf dem Weg von Charan (der heutigen Türkei) zurück in die Heimat seiner Vorfahren, nach Kanaan. Jakobs erster Versuch der Versöhnung besteht darin, Esau eine großzügige Gabe in Form einer Herde Tiere zu schicken. Esau lehnt dieses Angebot ab und sagt: „Ich habe genug … lass, was du hast, bei dir bleiben.“ Worauf Jakob antwortet: „… ich habe alles.“ (Genesis 33,9–11).
Zwischen Jakobs und Esaus Verständnis von Reichtum liegt ein himmelweiter Unterschied. Esau, ein egoistischer Mensch, dem nur seine materiellen Besitztümer am Herzen lagen, verkündete, er habe im Überfluss, denn „Überfluss“ ist etwas Quantitatives. Würde er jemals seine materiellen Besitztümer verlieren, hätte er keinen Überfluss mehr. Jakob hingegen, der seine ganze Familie bei sich hatte, erklärte stolz: „Ich habe alles.“ Für Jakob hängt Reichtum nicht von finanziellen oder materiellen Besitztümern ab, sondern von unermesslichen, unersetzlichen Dingen, die man nicht kaufen kann, wie Gesundheit, Familie und Freunde. Es sind im Grunde nicht quantifizierbare Dinge, doch wenn ein Mensch sie hat, hat er alles.
In der Nacht, in der Jakob sich mit Esau wiedervereinigt, ringt er auch mit einem Mann, von dem angenommen wird, dass es sich um einen Engel Esaus handelte. Nach dieser Nacht bleibt Jakob mit einer gebrochenen Hüfte zurück. Die Botschaft dieser Geschichte ist zweifellos real und zutreffend: Geschwister streiten sich, und diese Streitigkeiten führen oft zu Verletzungen, seien sie körperlicher oder emotionaler Natur. In unserer Region sind wir alle Geschwister. Auch wenn wir in verschiedenen Häusern leben und verschiedenen Ortsgruppen angehören, sind wir doch alle Teil der GJHRR-Familie. Jeder von uns muss sich daran erinnern, dass wir Teil einer größeren und bedeutenderen Bewegung sind, die weit über uns selbst und unsere Mitmenschen hinausgeht. Auch wenn Rivalitäten, Wettbewerbe oder Veranstaltungen uns vorübergehend zum Spaß gegeneinander antreten lassen, müssen Familien immer zusammenhalten und daran denken, einander Liebe, Freundlichkeit und Wärme zu schenken.
Schabbat Schalom,
Die GJHRR-Vertreter Baylee Sessler und Sydney Cohn
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Dieses Gedicht ist Andrew Sober gewidmet, einem Aleph Baltimore Council, sowie allen Aleph Andenken durch unsere Bruderschaft weiterlebt.
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Liebes BBYO, vielen Dank für all die unvergesslichen Erinnerungen
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