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Parascha Teruma
Die Parascha dieser Woche, Paraschat Teruma, beginnt damit, dass Gott Mose aufträgt, in der Wüste ein prächtiges Heiligtum zu errichten. Dieses Heiligtum ist als Mischkan bekannt.
Der Mischkan bot dem jüdischen Volk die Möglichkeit, nach der Sünde des goldenen Kalbs Buße zu tun. Nun zeigten sie die Bereitschaft, auf die Anweisungen Gottes zu hören und ihnen zu folgen, und hatten einen Ort, an dem sie Opfer darbringen und Gott näherkommen konnten.
Um diesen Mischkan zu errichten, mussten sie jeden Schritt und jeden Wunsch Gottes befolgen. Jedes Maß, jedes Material und jedes Verfahren wurde vollständig von Gott vorgegeben. Das jüdische Volk tat genau das, was ihm aufgetragen worden war. Zuerst bauten sie den Aron HaKodesh (die heilige Lade) aus Zedernholz und überzogen ihn mit Gold. Auf den Deckel der Lade setzten sie zwei Cherubim (Wesen mit Engelsgesichtern), die aus reinstem Gold gefertigt waren. Im Inneren dieser Lade befanden sich die Luchot HaBrit (die Tafeln mit den Zehn Geboten).
Darüber hinaus befand sich im Mischkan auch ein Schulchan, ein Tisch, der ebenfalls aus mit Gold überzogenem Zedernholz gefertigt war. Auf diesem Tisch wurden die Lechem HaPanim (speziell geformte Brote) aufgelegt. Und nicht nur für den Tisch gab es derart detaillierte Anweisungen. Auch für jedes einzelne Utensil, das bei der Zubereitung des Brotes verwendet wurde, gab es spezifische Vorgaben, die bis ins kleinste Detail festgelegt waren.
Im Mischkan befand sich auch die Menora, der Leuchter. Dieses wunderschöne Gefäß war ebenfalls aus reinem Gold gefertigt und bestand aus sechs Armen und einem Mittelstiel. Diese Menora ist zum Symbol des Staates Israel und auch zu unserem Symbol bei ZWST geworden.
Heutzutage haben wir weder einen Mischkan noch einen Tempel. Es gibt auch keinen Altar mehr, an dem wir wie damals Opfer darbringen. In den Pirkei Avot (Lehren der Väter) heißt es, dass wir, anstelle von Opfergaben oder dem täglichen Gottesdienst im Tempel, die Worte der Tora miteinander teilen müssen. Wir müssen einfach die jüdische Religion am Leben erhalten.
Wir hoffen, dass Sie diese Worte am Schabbat nutzen können, um Gottes Gegenwart in Ihrem Zuhause willkommen zu heißen.
ZWST – Deutschland
Parascha Teruma 2020/5780
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