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Kleine Veränderungen bewirken Großes
In der Parascha Bo werden die letzten drei der zehn Plagen über das ägyptische Volk gebracht: Heuschrecken, Finsternis und der Tod der Erstgeborenen. Nach dem Tod seines eigenen Erstgeborenen gestattet der Pharao den Israeliten schließlich – und zwar unter Zwang – Ägypten zu verlassen.
Eine Lehre, die man aus diesem Abschnitt ziehen kann – eine Lehre, von der der Pharao hätte profitieren können –, ist, sich um das Allgemeinwohl zu kümmern statt nur um sich selbst. Das gesamte ägyptische Volk war den Schrecken der zehn Plagen ausgesetzt, nur weil der Pharao sich weigerte, die Israeliten freizulassen, da er von ihrer Zwangsarbeit profitierte. Der Pharao wurde vor den Plagen gewarnt, die eintreten würden, wenn er nicht tat, was Gott von ihm verlangte, doch er hielt die Israeliten weiterhin gefangen.
In einer Zeit, in der es in Amerika und auf der ganzen Welt so viele Probleme gibt, ist es unsere Pflicht, an das Allgemeinwohl zu denken und nicht nur an uns selbst. Vielleicht könnt ihr damit anfangen, mit dem Fahrrad zu fahren, anstatt überall hin mit dem Auto zu fahren. Vielleicht könnt ihr lokale Kleinunternehmen unterstützen, auch wenn vielleicht ein McDonald’s gleich nebenan ist. Es gibt unzählige Maßnahmen, die jeder einzelne von uns ergreifen kann, um unserem Planeten und seiner Umwelt zu helfen, denn schon kleine Veränderungen können einen Unterschied machen. Wir leben in einer Klimakrise und einer Pandemie, die das Leben so vieler der 7,8 Milliarden Menschen beeinflusst haben, die diesen Planeten ihr Zuhause nennen. Daher liegt es an jedem von uns, unseren Teil dazu beizutragen, diese Probleme letztendlich zu überwinden.
Auch wenn diese Veränderungen relativ geringfügig erscheinen mögen, führen sie uns doch weg von der Gefahr, dass wir selbst von „Plagen“ heimgesucht werden. Dem Pharao wurde die Gelegenheit gegeben, die Israeliten freizulassen, genauso wie uns die Möglichkeit gegeben wird, das Richtige zu tun, um die Umwelt, die Menschen in unserer Nachbarschaft und die Welt zu retten. Er hat diese Gelegenheit ignoriert, und wir alle wissen, welches Unheil seinem Volk daraufhin widerfuhr. So viel Schaden, so viele verlorene Leben, nur weil er eine egoistische Entscheidung traf, anstatt das zu tun, was für alle richtig war. Auch wenn jede einzelne Maßnahme, die wir ergreifen können, klein erscheint, summieren sie sich doch und können uns als Gemeinschaft in die richtige Richtung lenken. Es ist unsere Pflicht als jüdisches Volk und als Menschen, Entscheidungen zum Wohle aller zu treffen, nicht nur zum Wohle unserer selbst.
Schabbat Schalom,
Ilana Talamo und Jack Elice
NER-Shlichim
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