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In der Toralesung dieser Woche, der Parascha Toldot, lernen wir die Zwillingsbrüder Jakob und Esau kennen. Im Verlauf der Parascha werden wir Zeugen der schwierigen Beziehung, die die Brüder offenbar zueinander haben. Genauer gesagt könnten manche die Natur dieser Familie sogar als dysfunktional bezeichnen. Auch wenn dies bedauerlich ist, scheint ihre Beziehung dem Muster anderer Geschwisterpaare zu folgen, da das erste Buch der Tora, Sefer Bereishit (Genesis), voller Familienmitglieder ist, die Schwierigkeiten haben, miteinander auszukommen. Wenn wir uns die Geschwisterbeziehungen im gesamten Buch ansehen, finden wir unzählige warnende Beispiele für Zwist unter Geschwistern. Zunächst lesen wir von Kain und Abel. In dieser Geschichte tötet Kain Abel, weil Abels Opfer angenommen wurde, sein eigenes jedoch nicht. Als Nächstes lesen wir die Geschichte von Ismael und Isaak. Sara, Isaaks Mutter, verweist Ismael aus dem Haus, weil er einen schlechten Einfluss auf ihren eigenen Sohn Isaak hatte. Selbst Jakobs eigene Kinder erleben Unfrieden unter Geschwistern, als Josef von seinen eifersüchtigen Brüdern in die Sklaverei verkauft wird. Leider werden uns erst im Buch Exodus Moses und Aaron vorgestellt. Hier begegnen wir endlich einer harmonischen und bedeutungsvollen Beziehung zwischen Brüdern. Diese beiden Brüder waren die ersten, die sich gegenseitig unterstützten und die Erfolge des anderen feierten.

Warum hebt die Tora die vielen gestörten Geschwisterbeziehungen im Buch Genesis hervor? Welche Botschaft steckt hinter dieser Dysfunktion?

Auch wenn die Familien der Genesis, unsere Vorfahren, alles andere als perfekt sind, lehren uns ihre Geschichten doch etwas über bedingungslose Liebe. Selbst wenn wir uns mit unseren Familien nicht einig sind und streiten und selbst wenn wir Eifersucht und Zwietracht erleben, bleibt die Familie doch die Familie. Wir sind weiterhin miteinander verbunden und tragen Verantwortung füreinander.

Die jüdische Gemeinde ist eine Familie. Wir alle haben vielleicht manchmal mit unserem Glauben zu kämpfen und fühlen uns als junge Menschen dieser jahrtausendealten Religion entfremdet. Letztendlich müssen wir jedoch immer erkennen, dass die jüdische Gemeinde da ist, um uns zu beschützen und für uns zu sorgen. Im Gegenzug müssen wir unseren Teil dazu beitragen und uns bemühen, unsere jüdische Gemeinde zu beschützen und für sie zu sorgen. Denn so wie sie uns liebt, müssen auch wir sie lieben.

Lasst uns den Wert der Familie nicht vergessen und dafür sorgen, dass unsere gegenseitige Liebe bedingungslos und unzerstörbar ist.

Schabbat Schalom, Lauren Frank und Lily Hudson

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