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Die Parascha dieser Woche ist Paraschat Wajischlach. In der Toralesung dieser Woche lesen wir von der Fortsetzung der Geschichte zwischen Jakob und seinem Bruder Esau. Nachdem Esau das Gefühl hatte, Jakob habe ihm den Erstgeburtssegen gestohlen, wurde Jakob von seiner Mutter aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und zum Haus Lavans zu fliehen, dem Bruder seiner Mutter und später seinem eigenen Schwiegervater. Dort heiratete Jakob und bekam elf Kinder. Auf dem Rückweg zu seinem Elternhaus in Israel erfährt er, dass Esau mit 400 Mann unterwegs ist, um ihn zu empfangen. Jakob hat offensichtlich große Angst vor dieser Begegnung und bereitet sich auf drei verschiedene Arten darauf vor.

Zunächst bereitet Jakob Geschenke vor, die er seinem Bruder vorausschicken will. Daraus können wir lernen, wie wichtig es ist, anderen etwas zu geben; manchmal sind es materielle Geschenke, manchmal aber auch unsere Zeit, unsere Unterstützung und unsere Liebe.

Die zweite Art und Weise, wie Jakob sich auf die Begegnung mit seinem Bruder vorbereitet, ist das Gebet. Als Juden haben wir uns schon immer dem Gebet zugewandt, selbst in den schwierigsten Zeiten. Es ist auch schön, dass wir bei vielen BBYO darauf achten, auch gemeinsame Gebetsmomente einzubauen, wie zum Beispiel bei diesem Global Shabbat.

Schließlich teilt auch Jakob das Lager auf; damit stellt er sicher, dass das jüdische Volk auch im Falle eines Krieges – Gott bewahre – weiterleben wird, da die eine Hälfte überleben kann. Natürlich rechnen wir nicht mit einem Krieg, aber auch wir erleben Momente, in denen wir uns aufteilen. Wir haben so viele Gemeinsamkeiten, wie unseren Glauben und die Zugehörigkeit zu einer Organisation, doch es ist schön, dass wir uns manchmal aufteilen und getrennte Programme haben. Diese besonderen Momente führen zu sehr bewegenden Erlebnissen und ermöglichen es uns, eine tiefere Verbindung zueinander aufzubauen.

Jakob wollte Konflikte mit seinem Bruder unbedingt vermeiden, denn was er sich am meisten wünschte, war Frieden. Auch für uns ist das unser größter Wunsch. Wir wünschen uns, dass alle Konflikte und der Antisemitismus verschwinden und wir nur noch Frieden und Glück erleben dürfen.

Möge dieser Schabbat ein Schabbat Schalom sein, ein Schabbat voller Frieden für alle.

 

Schabbat Schalom,

Mia Staminova, Shlicha, und Robert Nikolov, Gadol, BBYO

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