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Die Toralesung dieser Woche ist die Parascha Lech Lecha. In dieser Parascha erwählt Gott Abraham zum Stammvater des jüdischen Volkes und fordert ihn auf, seine Familie zu verlassen und ins Land Kanaan zu ziehen. Abraham gehorchte Gott ohne zu zögern. Er verließ sein Zuhause und seine Familie, um ein neues Leben zu beginnen. Er begibt sich auf die Reise zusammen mit seiner Frau Sara und seinem Neffen Lot. Im Land Kanaan herrscht eine verheerende Hungersnot, sodass sie gezwungen sind, im Land Ägypten Zuflucht zu suchen. Nachdem sie in Ägypten finanziellen Erfolg erzielt haben, setzen Abraham und sein Gefolge ihren Weg ins Gelobte Land fort. Nach der Ankunft im Land bekommt Abraham zwei Söhne, Ismael und Isaak. Danach fordert Gott ihn auf, sich selbst und alle Männer in seinem Haushalt zu beschneiden, um einen Bund zwischen ihnen und Gott zu schließen.

 Diese Geschichte unserer Vorfahren habt ihr wahrscheinlich schon oft gehört, aber habt ihr jemals darüber nachgedacht, warum Abraham Gott blindlings in einem scheinbar seltsamen Plan folgte? Schließlich muss es für Abraham ziemlich schwer gewesen sein, seine Familie zurückzulassen und das Land zu verlassen, das er kannte. Außerdem wurde ihm nie das genaue Ziel genannt; Gott wies ihn lediglich an, das Land zu durchziehen, das „ich dir zeigen werde“. Wie konnte er Gottes Anweisung blindlings befolgen?

 Der Glaube an Gott war in Abrahams Generation sicherlich nicht die vorherrschende Denkweise. Dennoch lebte Abraham sein Leben in vollkommenem Vertrauen und Glauben an seinen Schöpfer. Er war vielleicht der einzige Mensch seiner Generation, der an Gott glaubte, und er glaubte, dass Gott das Beste für ihn im Sinn hatte. Deshalb kehrte er seinem behaglichen Leben zu Hause den Rücken, um in Kanaan ein neues zu beginnen. Er verstand, dass dies letztlich sein Schicksal war, auch wenn es für ihn keinen Sinn ergab.

 Als Schüler ist unser Leben buchstäblich eine Achterbahnfahrt. Wir probieren ständig Neues aus und lernen neue Leute kennen. Das alles kann manchmal sehr überwältigend sein. Inmitten unseres stressigen Alltags suchen wir alle nach Momenten der Ruhe, die unser ganz persönliches gelobtes Land bilden. Das sind die Momente, in denen wir wirklich glücklich sind und den ganzen Stress vergessen können – und genau das macht alles lohnenswert. Hoffentlich ist unsere Zeit bei BBYO voller Spaß und spannender neuer Möglichkeiten, damit wir alle wie Abraham sein und diesen Sprung ins Ungewisse in unser persönliches gelobtes Land wagen können.  

 

Schabbat Schalom,

NTO-Regionalbeauftragte Shayna Rubinstein

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