Meinung
Der Film „21 Jump Street“ hat Kanye dazu gebracht, „Juden wieder zu mögen“
Kanye West hat beschlossen, dass er jüdische Menschen wieder mag, nachdem seine antisemitischen Äußerungen im vergangenen Jahr fast 60 antisemitische Vorfälle ausgelöst hatten. „Als ich Jonah Hill in ‚21 Jump Street‘ gesehen habe, habe ich jüdische Menschen wieder mögen gelernt“, schrieb er in der Bildunterschrift eines Instagram-Posts.
Der Beitrag erscheint, nachdem West in den sozialen Medien mehrfach antisemitische Äußerungen getätigt hatte. Zuvor hatte er Adolf Hitler auf InfoWars gelobt und gesagt: „Ich liebe das jüdische Volk, aber ich liebe auch die Nazis.“ Aufgrund seiner „Gewaltandrohungen, seines hasserfüllten Verhaltens und seiner Hassreden“ wurde er von StopAntisemitism sogar zum „Antisemiten des Jahres 2022“ gekürt.
„Niemand sollte seine Wut auf ein oder zwei Einzelpersonen in Hass gegen Millionen unschuldiger Menschen umwandeln“, sagte er und wies darauf hin, dass seine früheren antisemitischen Tweets ausschließlich aus Wut gegenüber bestimmten jüdischen Personen entstanden seien, die er kannte. Die Anti-Defamation League berichtete, dass fast 60 antisemitische Vorfälle im vergangenen Jahr direkt durch seine früheren Äußerungen ausgelöst worden seien, darunter 44 Fälle von Belästigung und 13 Fälle von Vandalismus.
An Schulen in den gesamten USA kam es zu mindestens zehn Fällen von Belästigung oder Vandalismus. In einer Schultoilette in Newport Beach, Kalifornien, waren die Worte „Kanye West hat recht“ und „Tötet alle Juden“ neben drei Hakenkreuzen an die Wand geschrieben worden. An einer anderen Schule in Newton, Massachusetts, stand der Satz „Kanye hatte recht mit den Juden“ neben Hakenkreuzen und einem durchgestrichenen Davidstern.
An der Tulane University, wo jüdische Studierende rund 40 Prozent der Studentenschaft ausmachen, veröffentlichte die Studentin im dritten Studienjahr Sarah Ma einen Artikel mitdem Titel„Ye Did Nothing Wrong“, indem sie Wests Antisemitismus verteidigte.
„Hollywood wird größtenteils von Juden geleitet. Das ist eine Tatsache“, schrieb Ma und fügte hinzu: „Auch wenn es unerwartet und schockierend ist, vereint das Bild des Hakenkreuzes im Davidstern buchstäblich Nazis und Juden.“ Nach der Veröffentlichung des Artikels erhielt sie zahlreiche Morddrohungen und hat den Bundesstaat inzwischen verlassen. Berichten zufolge plant sie, dieses Semester online zu beenden.
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