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Die Parascha Bo schildert die achte, neunte und zehnte Plage, die über die Ägypter kamen, weil der Pharao sich weigerte, die Israeliten freizulassen. In der Tora heißt es: „Sie [die Heuschrecken] bedeckten das ganze Land, bis es schwarz war, und fraßen alle Pflanzen auf dem Boden und alle Früchte an den Bäumen, die der Hagel verschont hatte. Nichts Grünes blieb an irgendeinem Baum oder einer Pflanze im ganzen Land Ägypten übrig“ (Exodus 10:15). Es folgten die neunte und zehnte Plage: sechs Tage Finsternis und der Tod der ägyptischen männlichen Erstgeborenen. Die Plagen sollten nicht als Akte des Bösen oder des Hasses betrachtet werden, sondern vielmehr als Mitgefühl gegenüber dem jüdischen Volk. Gott hatte den Israeliten seine Fürsorge erwiesen und deshalb die zehn Plagen über die Ägypter gebracht. Dies brachte den Pharao an seine Grenzen und führte schließlich dazu, dass die Juden Ägypten verlassen konnten. Ohne diese Taten des Mitgefühls von Gott wären wir vielleicht noch immer in Ägypten versklavt. Das würde bedeuten, dass wir nicht jedes Jahr mit unseren Familien das Pessachfest feiern könnten oder die Möglichkeit hätten, Teil eines internationalen Netzwerks jüdischer Jugendlicher wie BBYO zu sein. 

Hass ist überall anzutreffen – von den Kommentaren unter einem Instagram-Post bis hin zu Äußerungen, die direkt aus dem Mund einer Person kommen. In den vergangenen Jahren haben wir eine Zunahme von Hassdelikten beobachtet, insbesondere gegen die jüdische Bevölkerung. Allein im Jahr 2020 gab es über 600 Hassdelikte gegen Juden. Auch wenn wir vielleicht nicht in der Lage sind, denen, die Menschen geschadet haben, die uns am Herzen liegen, Plagen aufzuerlegen, wie es Gott kann, ist es dennoch unerlässlich, die Menschen in unserem Leben zu schätzen. Wenn sich also die Gelegenheit bietet, sag deinen Liebsten, dass du sie liebst, sag deinen Freunden, wie sehr du sie schätzt, oder nimm Kontakt zu einem neuen Interessenten in deinem Ortsverband oder deiner Region auf. Melde dich für die nächste Veranstaltung deines Ortsverbands an, kandidiere für den Vorstand oder finde andere Wege, dich zu engagieren und deine Fürsorge für die Menschen um dich herum zu zeigen. Zu Beginn des zweiten Monats dieses Jahres ist es entscheidend, Mitgefühl zu zeigen und unseren Mitmenschen zur Seite zu stehen. Jeder neue Tag bringt neue Gelegenheiten mit sich, Mitgefühl zu zeigen und auf neue Menschen zuzugehen.

Nun, da das Jahr 2023 begonnen hat, wie kannst du dein Mitgefühl zeigen? Wie kannst du auf neue Menschen zugehen? Wie kannst du anderen helfen? Das Jahr 2023 ist eine neue Chance; vergiss nicht, jeden Tag mit Mitgefühl zu begegnen.

Schabbat Schalom,

Lilly Horowitz

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