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Meinung
Die Magie im Inneren: Freude an den jüdischen Feiertagstraditionen finden
Als ich aufwuchs, wollte ich immer, dass der Weihnachtsmann durch meinen Schornstein kommt. Alle Jungen und Mädchen in meiner Schule schwelgten am Weihnachtstag in ihren Erinnerungen: welche Geschenke sie sich dieses Jahr vom Weihnachtsmann wünschten und ob sie auf der Liste der braven oder der unartigen Kinder standen. Ich sehnte mich nach einem Weihnachtsmorgen, an dem ich die Treppe hinunterrennen und Geschenke auspacken konnte. Ich sah die Kinder in meiner Straße Schlange stehen, um auf dem Schoß des Weihnachtsmanns zu sitzen, und ich wollte so gerne einer von ihnen sein. Also wartete ich, trotz meiner jüdischen Wurzeln, in diesen Schlangen und wünschte mir jedes Jahr, dass der Weihnachtsmann zu mir nach Hause käme und mir Geschenke bringen würde.
Aber als jüdisches Mädchen bekam ich nichts davon. Stattdessen bekam ich ein Fest namens Chanukka, ein Fest voller Geschichten über den Triumph und das Überleben des jüdischen Volkes. Ein Fest mit acht Tagen und acht Nächten voller Geschenke. Ich wollte nicht undankbar für meine Geschenke wirken, ich liebte die Geschenke, die ich bekam. Aber alles, was ich wollte, war, mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen und den Mann zu treffen, der am Nordpol arbeitet.
Chanukka hat, genau wie Weihnachten, viele eigene, einzigartige Traditionen und Bräuche. Die Geschichten, die wir unseren Kindern erzählen, sind nicht mit Magie, sondern mit Realismus gespickt. Diese Geschichten haben sich wirklich zugetragen, und wir haben überlebt. Chanukka ist ein Fest des Lichts, das uns zeigt, dass es jenseits aller Dunkelheit etwas gibt. Heute weiß ich zu schätzen, was unser Volk durchgemacht hat, um uns hierher zu bringen. Doch mein innerer Konflikt führte dazu, dass ich ein Schuldgefühl verspürte, vor dem ich mich nicht drücken konnte. Ich wollte einfach nur dazugehören.
Auch wenn es kein schriftliches Gesetz war, war der Kinobesuch an Weihnachten für uns Juden so etwas wie unser ganz eigener Nationalfeiertag. Es scheint, als würde an Weihnachten, dem 25. Dezember, die ganze Welt stillstehen. Nun ja, überall außer in chinesischen Restaurants und im Kino. Was auch immer im Kino läuft, meine Familie schaut es sich an. Mit einer Mischung aus gebratenem Reis und Kinopopcorn ist das Kino meine Welt. Der Duft von Butter und das Knacken der Maiskörner – das war mein Weihnachten in Kurzform. An Weihnachten chinesisch zu essen, ist irgendwie zu unserer eigenen Tradition geworden, einer ohne den Glanz des Nordpols, aber mit der Magie von innen. Obwohl ich nie ein eigenes Weihnachtsfest feiern konnte, habe ich unsere Traditionen von Jahr zu Jahr mehr und mehr lieben gelernt.
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