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In der Toralesung dieser Woche, der Parascha Vayakhel-Pekudei, versammelt Mose das jüdische Volk, bekräftigt erneut die Bedeutung der Einhaltung des Schabbats und legt detailliert dar, welche Materialien für den Bau des Mischkans benötigt werden. Das jüdische Volk bringt weiterhin so viele Materialien, dass am Ende eine überwältigende Menge an überschüssigem Material zusammenkommt. „Das Volk bringt mehr, als für die Aufgaben erforderlich ist, die mit der Arbeit verbunden sind, die Gott zu verrichten geboten hat. Da ließ Mose im ganzen Lager verkünden: ‚Niemand, ob Mann oder Frau, soll sich weiter um Gaben für das Heiligtum bemühen!‘ Da hörten die Menschen auf, zu bringen“ (2. Mose 36,5–6). Es gibt unzählige verschiedene Auslegungen dieser wenigen Verse. Der Ba’al HaTurim erklärt, dass die Tora dies erwähnt, um die Ehrlichkeit der Menschen anzuerkennen, die mehr gebracht haben. Anstatt es für sich selbst zu behalten, wurde es sorgfältig aufbewahrt und sicher verwahrt. 

Wenn wir also einen Schritt zurücktreten, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie wir selbst diese Parascha betrachten und versuchen können, daraus zu lernen. Alles im Judentum weist uns an, zu geben. Mitzwot wie Zedaka (Almosen), Matanot Le’evionim (Purim-Geschenke für die Armen) und Mischloach Manot (Purim-Geschenkkörbe) sowie Hilchot Peah (einen Teil des Feldes für die Armen stehen zu lassen). Uns wird ständig gesagt, wir sollen einen Schritt zurücktreten und mehr für die Gemeinschaft um uns herum tun. Das ist das Fundament des Judentums.

Warum lehnt Gott also all diese überflüssigen Materialien ab? Ist es nicht wichtig, diese Werte hochzuhalten? Einfach gesagt: Gott wollte nicht, dass der Mischkan überladen wirkt. Der Mischkan war ein Ort der Anbetung für das jüdische Volk auf seiner Wanderung durch die Wüste. Obwohl dieses Bauwerk voller Silber und Gold war und äußerst prunkvoll wirkte, wollte Gott wirklich nicht, dass es übertrieben war. Wäre es zu viel gewesen, hätte es vom eigentlichen Fokus und Zweck des Mischkans abgelenkt.

Das ist eine sehr eindringliche Botschaft, die sich durch die gesamte Tora zieht. Auch wenn Geben unglaublich wichtig ist und unsere Gemeinschaft stärkt, müssen wir uns manchmal einen Moment Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, was der Zweck ist und ob Geben wirklich der richtige Weg ist. Gott hat vom Geben nie abgeraten, ganz im Gegenteil. Diese Menschen wurden für ihre Ehrlichkeit belohnt, Gott lehnte ihre überflüssigen Besitztümer ab, und das Leben ging weiter.

Schabbat Schalom,

Shira Merenstein

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