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Die Parascha dieser Woche ist vielen Menschen aus ihren frühen Tagen in der hebräischen Schule als „Noahs Arche“ oder Paraschat Noach bekannt. Ich erinnere mich, dass ich als junger jüdischer Schüler in der zweiten Klasse gelernt habe, dass die Erde überflutet wurde und ein Mann namens Noah eine Arche baute, um zu versuchen, so viel wie möglich vor der Zerstörung zu retten. Auch wenn dies oberflächlich betrachtet eine teilweise zutreffende Zusammenfassung der Parascha Noach ist, gibt es in der Lesung dieser Woche noch viel mehr Informationen zu entdecken.

Als ich mich mit dieser Tora-Lesung befasste, dachte ich sofort daran, wie Juden auf der ganzen Welt heute eine Art „Sintflut“ in ihrem Leben erleben. Auch wenn der aktuelle Krieg in Israel bei weitem nicht mit einer einfachen Flutkatastrophe vergleichbar ist, sind doch in beiden Fällen ähnliche Gefühle der Zerstörung und des Verlusts zu spüren. Was meine Lehrer damals jedoch nicht erwähnt haben, ist der Teil dieser Lesung, der sich mit den Ereignissen nach der Flut befasst.

Viele Jahre nach der Sintflut sind die Menschen geeinter denn je und bereit, ihr Leben wieder aufzubauen. Einer sagt zum anderen: „Komm, lass uns Ziegel herstellen und uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis in den Himmel reicht.“ Diese Menschen nutzen die Gelegenheit, etwas Schönes zu erschaffen, das sie noch mehr vereinen wird als vor der Tragödie.

Wir als Juden in der heutigen verrückten Welt, die wir mit einem Wirbelwind aus Emotionen und Verlusten zu kämpfen haben (genau wie die Menschen zu Noahs Zeiten), können aus dieser Tora-Lesung viel lernen. Es mag schwerfallen, an den Regenbogen zu denken, der danach kommen wird, während unser Sturm noch in vollem Gange und sehr heftig ist, aber was wir aus dieser Lesung lernen, ist, dass wir Krisenzeiten nutzen können, um uns noch stärker als zuvor zu vereinen. Wir als jüdisches Volk haben schon oft Zerstörung und Verlust erlebt, und obwohl es nicht ideal war, haben wir unser Leben wieder in die Hand genommen und sind an diesen Zeiten gewachsen. Wir sind stark, und wir werden stärker und geeinter, wenn wir unseren Brüdern und Schwestern in unserem heiligen Land zur Seite stehen und sie unterstützen.

Wenn wir nun erneut mit dem Lesen der Tora beginnen, starten wir mit dem Buch Bereschit. Wenn ich das Wort Bereschit höre (was so viel bedeutet wie „am Anfang“), kommt mir automatisch das Wort „bara“ oder „erschaffen“ in den Sinn. Bereschit bara Elohim; Am Anfang schuf Gott. Gott wird uns helfen, unser Leben wieder aufzubauen und neu zu gestalten, so wie Gott es am Anfang der Zeit getan hat.

Schabbat Schalom.

Leah Berger, Region Pazifik-West

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