Verbindung
Parascha Miketz: Macht uns Eifersucht zu schlechten Menschen?
Macht uns Eifersucht zu schlechten Menschen?
Die Parascha Miketz handelt von der Zeit, als Josephs Brüder während einer Hungersnot nach Ägypten reisen, um Nahrung zu suchen, und Joseph sie beschuldigt, Spione zu sein. Er besteht darauf, dass sie mit ihrem jüngsten Bruder Benjamin zurückkehren, und versteckt später einen Becher in Benjamins Sack.
Vor diesem Vorfall spricht Joseph stets voller Zorn über seine Brüder und hegt Groll gegen sie wegen dessen, was sie ihm angetan haben. Aus Eifersucht auf seinen „Ersatz“ (Benjamin) beschließt er, ihm etwas anzuhängen und ihn ungerechtfertigt zu verurteilen. Dies spiegelt jene Zeit wider, als seine Brüder ihn verkauften, weil sie eifersüchtig auf ihn waren.
Man könnte also sagen, dass Joseph, anstatt sich zum Besseren zu wandeln und „die größere Person zu sein“, beschließt, denselben Weg einzuschlagen, den seine Brüder eingeschlagen hatten – getrieben von Eifersucht und Rachegelüsten.
Deshalb tut er schließlich jemand anderem genau das Gleiche an, was ihm selbst angetan wurde. Das wirft die Frage auf: Auch wenn das, was die Brüder getan haben, schrecklich war – macht sie das zu schlechten Menschen? Und macht das Josef zu einem „schlechten Menschen“ (so wie seine Brüder in der gesamten Geschichte dargestellt werden)?
Insgesamt ist meine persönliche Erkenntnis, dass man den Charakter eines Menschen nicht anhand einer einzigen Handlung beurteilen kann. Wie Josephs Fall zeigt, kann man ein „guter Mensch“ sein und dennoch aufgrund menschlicher Emotionen eine falsche Entscheidung treffen.
Amy Hornstein
BBYO
All views expressed on content written for The Shofar represent the opinions and thoughts of the individual authors. The author biography represents the author at the time in which they were in BBYO.
Weitere Geschichten entdecken
Meinung
A Complete Guide to Food at CLTC
Wondering what the food's actually like at CLTC? I ranked every meal, snack, and dessert so you can know what to expect.
Verbindung
From Exclusion to Inclusion: Rethinking Chapter Dynamic Culture
A story about the worst text I received as Regional Morah and why chapters should never have a particular “dynamic” that one needs to fit into in order to be involved.
Identität
Parshat Matot-Ma'asei: Finding Meaning Along the Way
Whether you’re heading off to camp, traveling abroad, or trying something new this summer, every experience has the power to shape your story. Matot-Ma'asei reminds us that growth comes from the journeys and the people who share it with us.