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Parascha Bo: Lass mein Volk ziehen
„Lass mein Volk ziehen“ – 15 Schabbat-Tage seit dem 7. Oktober
„Lasst mein Volk ziehen“ ist ein Ruf, der in schändlicher Erinnerung geblieben ist. Über seine biblischen Ursprünge hinaus diente er als Schlachtruf gegen die Sklaverei in Amerika, die Apartheid in Südafrika und die Unterdrückung der sowjetischen Juden. Doch heute erhält er eine neue Bedeutung.
Am 7. Oktober stürmten Terroristen der Hamas israelische Siedlungen an der Grenze zum Gazastreifen und begannen, rund 1200 israelische Männer, Frauen, Kinder, ältere Menschen, Soldaten, Zivilisten, ausländische Arbeitskräfte, Mütter, Väter, Freunde, Babys, Juden, Christen, Araber und Muslime brutal zu misshandeln, zu ermorden, zu verbrennen, zu vergewaltigen und zu enthaupten. Die Terrororganisation nahm zudem mehr als 230 Geiseln, von denen sich etwa 132 noch immer im Gazastreifen befinden. Heute hat der Satz „Lass mein Volk ziehen“ eine besondere Wahrheit.
Die Parascha Bo erzählt von Moses’ mühevollem Kampf, die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten zu befreien. Im Anschluss an die achte Plage warnt Gott den Pharao durch Mose: „Lass mein Volk ziehen, damit es mich anbeten kann. Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, werde ich morgen Heuschrecken über dein Land bringen.“ Gottes Ultimatum ist klar und gerecht – befreie die Israeliten aus der Knechtschaft, und das Leiden der Ägypter würde schnell ein Ende finden. Doch von der ersten bis zur neunten Plage reichte das große Leid seines Volkes nicht aus, um den Pharao umzustimmen, und so blieben die Israeliten in Ketten. Schließlich vollzieht der Pharao mit der zehnten Plage, dem Tod der ägyptischen Erstgeborenen, den entscheidenden Wandel. Erst der Tod seines Volkes, insbesondere seines erstgeborenen Sohnes, bringt den Pharao dazu, die Israeliten freizulassen.
Um der Geiseln, der israelischen Soldaten und der unschuldigen Bewohner des Gazastreifens willen hoffe ich, dass die Führer der Hamas eine Lehre aus der Parascha Bo ziehen können – lasst die Gefangenen frei, und das Leid wird ein Ende finden. Doch auch die israelische Regierung muss eine Lehre aus der Parascha ziehen: Strebt nach Frieden, aber bis dieser erreicht ist, setzt eure Macht ein, um euer Volk zu retten.
Nun, da wir in die 15. Woche seit dem 7. Oktober eintreten, bete ich, dass es nicht erst zehn Plagen in Form von Krieg braucht, um die Geiseln nach Hause zu holen. Bis dahin werde ich meine Stimme erheben und rufen: „Lasst mein Volk ziehen!“
Schabbat Schalom,
Josh Danziger, Region Lonestar
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Dieses Gedicht ist Andrew Sober gewidmet, einem Aleph Baltimore Council, sowie allen Aleph Andenken durch unsere Bruderschaft weiterlebt.
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