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Die Mehrheit der jüdischen Gymnasiasten und ihrer Eltern schließt Hochschulen aufgrund des seit dem 7. Oktober zunehmenden Antisemitismus an den Universitäten aus. Jüngste Berichte deuten auf wachsende Besorgnis hinsichtlich der Sicherheit und Inklusion an den Hochschulen hin, was viele dazu veranlasst, ihre Studienwahl zu überdenken.

Eine von BBYO durchgeführte Umfrage BBYO , dass zwei Drittel der jüdischen Jugendlichen Antisemitismus an der Hochschule als „wichtigen Faktor“ bei ihrer Studienwahl betrachteten. Die Auswirkungen des Antisemitismus beschränken sich jedoch nicht nur auf Studieninteressierte. Auch derzeitige jüdische Studierende sind davon betroffen. 44 % der derzeitigen oder ehemaligen Studierenden gaben an, während ihrer Zeit an der Hochschule von Antisemitismus betroffen gewesen zu sein, und 24 % fühlten sich bei Veranstaltungen an der Hochschule aufgrund ihrer jüdischen Identität unwohl oder unsicher.

Diese Erfahrungen veranlassen einige Studierende dazu, einen Wechsel an eine andere Hochschule in Betracht zu ziehen. Am Emerson College beispielsweise haben jüdische Studierende berichtet, dass sie sich aufgrund antisemitischer Vorfälle auf dem Campus unsicher fühlen und einen Wechsel erwägen. Einige jüdische Studierende und ihre Eltern überdenken sogar ihre Studienpläne komplett, wobei etwa 20 % in Erwägung ziehen, auf ein Hochschulstudium zu verzichten. 

Der Antisemitismus-Bericht der Anti-Defamation League hat mehreren Universitäten, darunter Harvard, dem MIT, Stanford und Yale, schlechte oder sehr schlechte Noten gegeben, was darauf hindeutet, dass viele Einrichtungen noch einiges zu tun haben, um Antisemitismus an ihren Hochschulen zu bekämpfen.

Hillel International, die größte jüdische Hochschulorganisation, setzt sich dafür ein, dass sich jüdische Studierende an ihren Hochschulen willkommen und sicher fühlen. Als Reaktion auf die jüngste Zunahme antisemitischer Vorfälle hat Hillel seine Bemühungen verstärkt, ein unterstützendes Umfeld für jüdische Studierende zu schaffen. In diesem Jahr hat die Organisation über 300 Veranstaltungen zum Semesterbeginn veranstaltet, darunter Grillfeste und Schabbat-Abendessen.

Adam Lehman, Präsident und Geschäftsführer von Hillel, erklärte, dass jüdische Studierende trotz der Herausforderungen durch Antisemitismus dazu ermutigt werden, zu ihrer Identität zu stehen und Freude an ihren Gemeinschaften zu finden. „Wir möchten, dass die Studierenden erkennen, dass die jüdischen Gemeinschaften auf dem Campus trotz aller Herausforderungen derzeit florieren“, sagte er.

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