Identität
Parascha Bereschit: Wo Schöpfung auf Entscheidung trifft
In der Parascha Bereschit dreht sich alles um Anfänge: die Erschaffung der Welt, die Erschaffung der Menschheit und die allerersten Beziehungen zwischen Gott, den Menschen und der Welt um sie herum. Bereschit bedeutet wörtlich „am Anfang“.
Wenn wir uns die Schöpfungsgeschichte ansehen, erkennen wir, wie Gott alles ins Leben ruft – vom Licht und der Dunkelheit über Land und Meer bis hin zu den Tieren und schließlich zum Menschen. Das zeigt uns, dass alles einen Sinn hat. Diese Schöpfung ist jedoch nicht nur eine Geschichte aus der Vergangenheit; sie ist etwas, das wir in der Gegenwart und Zukunft erleben. Indem wir die Welt, in der wir leben, gestalten, verbessern und pflegen, leisten wir einen Beitrag zu dem Schöpfungswerk, das Gott begonnen hat.
Dann kommen Adam und Eva ins Spiel. Sie befinden sich im Garten Eden, einem „Paradies“, in dem alles perfekt ist – bis auf eine Regel: Sie dürfen nicht von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen. Natürlich tun sie es doch. Adam und Eva entscheiden sich, von der Frucht zu essen, und diese Entscheidung hat Konsequenzen. Das erinnert uns daran, dass wir alle die Macht haben, Entscheidungen zu treffen, und dass diese Entscheidungen unsere Zukunft prägen.
Als Teenager treffen wir ständig Entscheidungen – über Freundschaften, die Schule und darüber, was richtig und was falsch ist. Die Geschichte von Adam und Eva lehrt uns, dass unsere Entscheidungen wichtig sind und dass wir manchmal, selbst wenn wir Fehler machen, aus diesen lernen und daran wachsen können. Das gehört dazu, wenn man Mensch ist – und ganz besonders, wenn man Schüler ist.
Die Parascha endet damit, dass Gott von der Menschheit enttäuscht ist, doch da ist Noah. In einer Welt voller Verderbtheit ist Noah anders. Er sticht hervor. Und das ist eine wichtige Lektion für uns alle. Selbst wenn die Lage schwierig erscheint oder andere schlechte Entscheidungen treffen, können wir uns dennoch dafür entscheiden, ein Licht zu sein, etwas zu bewirken und für das Richtige einzustehen.
Wenn du also die Parascha Bereschit liest, denke darüber nach, welche Entscheidungen du in Zukunft für dich selbst und für die Welt treffen wirst.
Jenna Barr
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