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Die Wahrheit über meine Erfahrungen als Chapter Orechet
Als ich bei den Vereinswahlen zum ersten Mal aufstand, dachte ich, meine Beine würden mich im Stich lassen. Ich dachte, sie würden sich weigern, sich zu bewegen, und einfach vor meinem Platz stehen bleiben. Aber das taten sie nicht.
Als ich an jenem Abend als 168. Orechet meines Ortsverbands den Raum verließ, veränderte dies nicht nur meine Sicht auf BBYO auch einen Aspekt meines Lebens. Als Orechet hatte ich die Aufgabe, jedes Programm und jede Veranstaltung mit Fotos zu dokumentieren – auf Wunsch meines Ortsverbands vor allem mit „niedlichen“ Fotos. In meiner Rede versprach ich dies. Ich versprach, sowohl gestellte als auch Schnappschüsse zu machen – Fotos, die die Schwesternschaft und das Judentum widerspiegelten, die wir verkörperten. Noch wichtiger war, dass ich versprach, allen eine Last von den Schultern zu nehmen, indem ich sie den Moment genießen ließ, während ich versuchte, ihn festzuhalten. Ich wusste, dass die Erinnerungen, die wir bei BBYO schaffen, etwas BBYO , das man in Ehren halten sollte, und dass Fotos von diesen Momenten das Herzstück des Rückblicks sind. Also versprach ich, dass sie sich keine Gedanken darüber machen müssten, die Erfahrung auf andere Weise als in ihren Gedanken festzuhalten. Sie könnten in diesem Moment frei sein, wenn sie sich erlaubten, das Beste daraus zu machen. Sie mussten sich keine Sorgen darum machen, dass sie Fotos bekämen, denn glücklicherweise war ich da, um diese Sorgen für sie zu übernehmen.
Und ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Ich habe alles gegeben. Sobald die Veranstaltung begann, war ich sofort auf den Beinen und huschte mit meiner Kamera in der Hand von einem Ort zum anderen. Ich habe jede Gelegenheit für ein Foto genutzt und ständig gefragt: „Hey, darf ich ein Foto von euch machen?“ Am Ende der Veranstaltung hatte ich etwa 50 Fotos gesammelt.
Die Fotos, die ich gemacht hatte, gefielen mir sehr gut. Meine Digitalkamera verlieh den Bildern einen Hauch von Nostalgie und Gemeinschaft. Ich war begeistert davon, wie sie geworden waren, aber irgendetwas stimmte nicht. Ich sah mir die Fotos genau an, bevor ich sie an unsere Mazkirah schickte, damit sie veröffentlicht wurden, und ehrlich gesagt fühlte ich mich ausgeschlossen, weil ich auf keinem davon zu sehen war. Das war natürlich zu erwarten, da ich nicht gleichzeitig das Foto machen und darauf zu sehen sein konnte. Das war ja genau das, wofür ich mich gemeldet hatte. Das war jedoch nicht der eigentliche Kern des Problems. Das Problem war, dass ich genau das getan hatte, was ich versprochen hatte. Während alle anderen den Moment genossen und das Programm genossen, war ich so darauf fixiert, alles festzuhalten. Am Ende meiner Amtszeit stellte ich fest, dass ich nicht diese Person sein wollte. Manche Menschen sind vollkommen zufrieden damit, die ganze Zeit hinter der Kamera zu stehen und sich mehr auf das Festhalten als auf das Erleben zu konzentrieren, aber das bin ich nicht. Ich wollte mitten im Geschehen sein, in jeden Anblick, jede Empfindung und jedes Gefühl eintauchen.
Meine Zeit als Orechet hat mir so viele großartige Erfahrungen beschert. Ich habe ein tieferes Verständnis für BBYO dessen Bedeutung gewonnen – Erfahrungen, die ich gegen nichts eintauschen würde. Eine Zeit lang habe ich es genossen, durch das Programm zu hüpfen und die Erlebnisse der anderen festzuhalten, aber nach einer Weile schien das nicht mehr der Fall zu sein. Auch wenn es toll war, ein Semester lang Orechet zu sein, muss ich zugeben, dass ich erleichtert war, als es vorbei war. Ich war bereit, selbst diejenige auf den Fotos zu sein. Ich war bereit, mein Handy, meine Kamera und meine Sorgen beiseite zu legen und den Moment zu genießen, so wie ich es allen anderen versprochen hatte.
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