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Unsere Worte haben große Kraft. Größere, als uns manchmal bewusst ist. Die Paraschiot dieser Woche sind „Tazria“ und „Metzora“, die uns daran erinnern, dass jedes Wort, das wir sagen, von Bedeutung ist. Auf den ersten Blick mögen sie verwirrend erscheinen, voller Gesetze über Reinheit und Hautkrankheiten. Doch hinter all dem verbirgt sich eine einfache und kraftvolle Botschaft. Wie es in den Sprüchen heißt: „Tod und Leben liegen in der Macht der Zunge.“ 

Sowohl Tazria als auch Metzora drehen sich um eine Hautkrankheit, die auftrat, wenn jemand schlecht über andere sprach. Es war nicht nur eine Krankheit. Es war ein Spiegelbild. Es war ein Zeichen dafür, dass sich etwas ändern musste. Wenn dies geschah, wurde die Person aus ihrer Gemeinschaft verbannt. Nicht, um bestraft zu werden, sondern um die Konsequenzen ihrer Worte zu spüren und zu begreifen, wie diese andere Menschen getroffen hatten. 

Heute gibt es diese körperlichen Anzeichen nicht mehr. Unsere Haut verändert sich nicht, wenn wir tratschen oder verletzende Worte sagen. Trotzdem bleibt der Schaden bestehen. Jedes Mal, wenn wir negativ über jemanden sprechen, verletzen wir nicht nur diese Person, sondern auch uns selbst. Worte bleiben haften. Sie verbreiten sich. Und sie hinterlassen Spuren, ob wir sie nun sehen oder nicht. 

BBYO eine Gemeinschaft. Eine Familie. Jedes einzelne Wort, das wir sagen, trägt entweder dazu bei, sie zu stärken, oder sie zu zerstören. 

Entscheide dich dafür, derjenige zu sein, der etwas aufbaut. 

Entscheide dich dafür, jemand zu sein, der bewusst spricht. 

Entscheide dich dafür, jemand zu sein, der mit Freundlichkeit vorangeht. 

Denn wie wir andere behandeln, prägt, wer wir werden. 

Wenn du das nächste Mal das Wort ergreifst, denk daran, dass deine Worte zählen. Sprich mit Bedacht. Sprich von Herzen. So schaffen wir eine Gemeinschaft, auf die wir stolz sein können. 

Schabbat Schalom, BBYO,
Rafaela Rimoch 

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