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Parascha Wajeschew: Das Positive sehen: Auf den größeren Plan vertrauen
Während die Abschlussklasse in eine Saison voller Vorfreude und Unsicherheit startet, stehen viele Schüler vor den Herausforderungen der Hochschulbewerbungen und müssen die Enttäuschung über Ablehnungsschreiben verkraften. Doch gerade in dieser Erfahrung liegt die Chance, über Glauben, Lebenssinn und Lebensperspektive nachzudenken.
Die Parascha dieser Woche, „Vayeshev“, erzählt die Geschichte von Josef und seinem bunten Traummantel. Josef wuchs als einer der zwölf Söhne Jakobs auf, war jedoch der einzige Sohn seiner Mutter Rahel. Aus diesem Grund griffen ihn seine Brüder als den Liebling seines Vaters heraus und sahen in ihm einen Konkurrenten. Als Josef einen besonderen Mantel erhält, treibt sie ihre Eifersucht dazu, Josef in eine Grube zu werfen und ihn an vorbeikommende Händler zu verkaufen, die ihn nach Ägypten bringen. Dort muss Josef viele Prüfungen bestehen: Er wird in die Sklaverei verkauft, zu Unrecht beschuldigt und ins Gefängnis geworfen. Doch selbst in diesen dunklen Momenten entfaltet sich Gottes Plan still und leise und bereitet die Bühne für Josefs späteren Aufstieg zur Macht und die Rettung seiner Familie während einer zukünftigen Hungersnot.
Dieser Abschnitt erinnert uns eindringlich daran, dass jede Wendung im Leben einem höheren Zweck dient. Joseph ertrug Verrat, Sklaverei und Gefangenschaft – Umstände, die trostlos und ungerecht erschienen. Doch genau diese Nöte wurden zur Grundlage für seinen Aufstieg zur Führungsrolle in Ägypten, die Wiedervereinigung mit seiner Familie und das Überleben des Volkes Israel. Sein Lebensweg zeigt, dass selbst die schwierigsten Momente eine Rolle in einem göttlichen Plan spielen.
Diese Vorstellung spiegelt die berühmte Lehre von Nachum Ish Gamzu wider, der für seinen Ausspruch „?? ?? ?????“ – „Auch dies ist zum Guten“ – bekannt war. Nachums unerschütterlicher Glaube half ihm, in jedem Ausgang Gottes Hand zu erkennen, selbst in solchen, die tragisch oder frustrierend erschienen. Seine Einstellung lehrt uns, dass schwierige Momente Teil eines verborgenen Guten sein können, das sich mit der Zeit offenbart.
Die Studierenden von heute können aus dieser zeitlosen Lektion Mut schöpfen. Eine Absage von der Hochschule sagt nichts über den eigenen Wert oder das eigene Potenzial aus; vielmehr kann sie ein sanftes Zeichen dafür sein, dass ein anderer, besserer Weg vor einem liegt. Jede verschlossene Tür kann dazu führen, dass sich eine neue öffnet, die jeden Menschen dorthin führt, wo er wirklich hingehört.
Während sich die Abschlussklasse auf den nächsten Lebensabschnitt vorbereitet, möge sie Trost in dem Wissen finden, dass sich Gottes Plan zielgerichtet entfaltet und dass es selbst in Momenten der Enttäuschung immer einen Grund gibt, dem Licht entgegenzuschauen. Auch dies dient dem Guten.
Schabbat Schalom!
Eden Citron
, Region Connecticut Valley
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