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67ca08da1ef16e1f93b0cbe4_Aaron Perrotta Kallah 24. Juli – 110

Die Toralesung dieser Woche, Paraschat Tetzaveh, beschreibt, wie Gott Mose anweist, das reinste Olivenöl für den Tempeldienst herzustellen. Dieses aus Oliven gepresste Öl sollte zum Anzünden der Menora dienen und die „ewige Flamme“ von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen am Brennen halten. Wie es in der Tora heißt: „Befiehl den Israeliten, dir reines Olivenöl zu bringen, gepresst für das Licht, damit die Lampe immer brennt“ (Exodus 27:20). Dieses Gebot ist mehr als nur ein rituelles Detail; es ist eine tiefgründige Metapher für das jüdische Volk und unsere Widerstandsfähigkeit.

Der Midrasch zieht einen eindrucksvollen Vergleich zwischen der Olive und dem jüdischen Volk: „Rabbi Josua ben Levi fragte: ‚Warum wird Israel mit einer Olive verglichen?‘ Er antwortete: ‚So wie die Olive ihr Öl erst durch das Pressen abgibt, so entfaltet auch Israel sein volles Potenzial erst durch Herausforderungen und Leiden.‘“

In der heutigen Welt erleben wir diese Wahrheit hautnah. Seit dem 7. Oktober ist das jüdische Volk einer unerbittlichen Welle des Antisemitismus ausgesetzt. Es ist ein täglicher Kampf, diesem Druck standzuhalten – eine Prüfung unseres Glaubens und unserer Identität. Wir wurden niedergeschlagen und werden es weiterhin sein. Doch so wie die Olive beim Pressen ihr reinste Öl freisetzt, so geben auch wir unser Licht, unsere Einheit und unser unerschütterliches Bekenntnis zu unserem Erbe preis.

Rabbi Jonathan Sacks führt diesen Gedanken weiter aus und erinnert uns daran, dass Leid, so schmerzhaft es auch unbestreitbar ist, in eine Quelle des Lichts verwandelt werden kann. Er schreibt: „Wir können wie die Olive werden, die, wenn sie gepresst wird, das reine Öl hervorbringt, das das Licht der Heiligkeit nährt.“ Unsere Aufgabe besteht also nicht darin, zu fragen: „Warum ist das geschehen?“, sondern vielmehr: „Da dies geschehen ist, was soll ich nun tun?“ Die Antwort liegt im Handeln, darin, die Dunkelheit mit unseren Taten, unserem Glauben und unserer Führungsstärke zu erhellen.

Durch BBYO verkörpern wir diese ewige Flamme. Jeder von uns steht für einen Tropfen dieses reinen Öls, ein Zeugnis für die Stärke und Lebenskraft des jüdischen Volkes. Unsere Mission ist es, junge jüdische Menschen auf den Weg zu bringen und ihr Leben zu verändern, ihnen Gelegenheiten zu bieten, mit anderen Jugendlichen in Kontakt zu treten. All unsere Ideen, Fähigkeiten und Stärken fließen in die Herstellung des reinsten Öls ein, das die Flamme entzündet, welche uns den Weg in die Zukunft erhellt.

Unser Engagement für die Einheit und Führungsrolle des Judentums dient nicht nur der Bewahrung der Vergangenheit, sondern auch dem Aufbau einer Zukunft, in der die Flamme des Judentums heller denn je lodert. Wie Rabbi Sacks es so treffend formulierte: „Ein großer Glaube kann Schmerz in Liebe und heiliges Licht verwandeln.“ Das Licht der Menora, das einst das Heiligtum und den Tempel erhellte, strahlt nun durch jeden von uns – durch unsere Taten der Güte, unseren Stolz auf unsere Identität und unsere Entschlossenheit, eine Führungsrolle zu übernehmen.

Lasst uns also weiterhin dieses reine Öl sein, das die Flamme nährt, die niemals erlöschen wird. Lasst uns den Druck, dem wir in der heutigen Welt ausgesetzt sind, in ein Licht verwandeln, das nicht nur unseren eigenen Weg, sondern auch den Weg jedes jungen jüdischen Teenagers leuchtet, der nach Verbundenheit, Sinn und Ziel sucht.

Schabbat Schalom, 

Jemma Schiffer – Großraum Atlanta, Region Nr. 55

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