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Bei gemeinnütziger Arbeit sollte es eigentlich nicht um uns gehen. Aber allzu oft machen wir sie trotzdem zu einer Sache, bei der es um uns geht.

Die Parascha dieser Woche, „Ki Tavo“, schildert, wie die Bauern verpflichtet waren, ihre Erstlingsfrüchte zum Tempel zu bringen und einen Teil ihrer Ernte an die Bedürftigen abzugeben. Auf den ersten Blick scheint es sich um ein altes Agrargesetz zu handeln. Im Kern bildet es jedoch die Grundlage dafür, wie eine Gemeinschaft zusammenwachsen sollte.

Anderen etwas zu geben, mindert nicht das, was wir haben. Vielmehr lässt es uns stärker werden. Ki Tavo lehrt uns jedoch, dass es nicht nur darauf ankommt, was wir geben, sondern auch, wie wir geben. Die Bauern mussten ihre Erstlingsfrüchte bringen, nicht ihre Reste. Ihre Geste der Güte war bedeutsam, weil sie aufrichtig und bewusst war. Das gilt auch für uns. Leider wird gemeinnützige Arbeit allzu oft aus den falschen Gründen geleistet – um Anerkennung zu erlangen, für den Lebenslauf oder um den Anschein zu erwecken, dass uns etwas daran liegt. Das ist kein echter Dienst. Das ist Selbstdarstellung.

Beim Dienen geht es darum, zielstrebig zur Stelle zu sein, ganz gleich, ob die Arbeit schwierig oder wenig glamourös ist. Es geht darum, zu wissen, dass man damit jemand anderem hilft, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Auch wenn wir vielleicht nicht immer eine große Begeisterung für den Akt des Dienens an sich empfinden, hindert uns das nicht daran, ihn mit Leidenschaft zu vollbringen.

„Ki Tavo“ erinnert uns daran, dass Dienst am Nächsten eine Verantwortung ist. Wenn wir mit Bedacht geben, schaffen wir eine Gemeinschaft, die stärker, gütiger und enger verbunden ist.

Shabbat Shalom, BBYO,
Rafaela Rimoch
BBYO

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