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Parascha Vayelech: Abschiede, die zu Neuanfängen führen
Abschiede sind immer schwer. Ob es nun um den Schulabschluss, das Verlassen eines Ferienlagers, einen Umzug oder sogar das Ende einer Freundschaft geht – diese Momente können einen überwältigen. Doch die Parascha dieser Woche, Paraschat Wajelech, gibt uns einige Denkanstöße.
Auch wenn es sich um einen der kürzesten Abschnitte der Tora handelt, schildert „Vayelech“ einen entscheidenden Moment unserer Geschichte: den Abschied Moses, der seine Führungsrolle an Josua übergibt und zusieht, wie die Israeliten das Land Israel betreten. Zu diesem Zeitpunkt ist Moses 120 Jahre alt. Er weiß, dass seine Zeit fast abgelaufen ist, und er steht kurz davor, sich von Bnei Jisrael zu verabschieden, dem Volk, das er 40 Jahre lang durch die Wüste geführt hat. Durch Wunder, Kriege, Rückschläge und Durchbrüche war er die Stimme Hashems und das Herz des Volkes. Doch nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen.
Mose sagt in seiner letzten Ansprache an das jüdische Volk: „Seid mutig und stark, fürchtet euch nicht vor ihnen“, sagt er, „denn es ist Hashem, euer Gott, der mit euch zieht.“
Er erinnert das jüdische Volk daran, dass er zwar physisch nicht mehr bei ihnen sein mag, die Tora und ihre Lehren ihnen jedoch weiterhin als Wegweiser dienen werden. Außerdem verkündet er die Mizwa von Hakhel, wonach sich das gesamte jüdische Volk alle sieben Jahre versammeln soll, um gemeinsam der Lesung der Tora zu lauschen. Selbst nachdem er gegangen ist, sorgt Moses dafür, dass die Tora lebendig bleibt und weitergegeben wird und dass wir miteinander verbunden bleiben. Sein Einfluss auf das jüdische Volk verschwindet nicht, er nimmt nur eine andere Form an.
Für uns Alephs BBGs ist die Parascha Vayelech eine Erinnerung daran, dass Abschiede nicht nur Enden sind, sondern Übergänge. Sie öffnen die Tür zu Wachstum, neuer Führungsstärke und einer tieferen Verbindung zu uns selbst und zueinander.
Sich zu verabschieden erfordert Mut. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von unglaublicher Stärke, denn es bedeutet, dass man mutig genug ist, voranzuschreiten, und weise genug, einen anderen Weg einzuschlagen! Wenn also die Zeit gekommen ist, einen Schritt zurückzutreten, loszulassen oder weiterzugehen, denk daran, was uns Moses und die Parascha Vayelech lehren: Abschied bedeutet nicht das Ende. Er kann der klarste und zugleich kraftvollste Weg sein, etwas Neues zu beginnen.
Schabbat Schalom!
Eden Citron
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